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Mehr Wertschöpfung für die Bauindustrie

Viele Bauunternehmen digitalisieren, doch der erhoffte Mehrwert bleibt aus. Die berufsbegleitende Weiterbildung CAS Digitales Bauen FHNW bietet Unterstützung.

Die Schweizer Bauindustrie hadert nach mehr als einer Dekade der Digitalisierung immer noch damit, deren Potenziale freizulegen. Woran liegt das?

Viele Unternehmen wollen zwar digital planen, bauen und betreiben, doch etablierte Arbeitsweisen verhindern häufig die Realisierung des gewünschten Mehrwerts. Oftmals liegt der Fokus auf Verbesserungen in einzelnen Projekten, während die Unternehmensstrukturen seltener hinterfragt werden. Kennwerte aus Projekten oder Erkenntnisse aus der Projektabwicklung werden kaum systematisch erfasst, um über einzelne Projekte hinaus davon zu profitieren. Zudem ist das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen in heutigen Projektteams – aufgrund vertraglicher oder fachlicher Hinderungsgründe – weiterhin schwach ausgeprägt. Das Potenzial der breiten fachlichen Expertise im Projektteam wird dadurch kaum ausgeschöpft. In der Konsequenz bleibt die gewinnbringende Transformation aus, und Unternehmen drohen den Anschluss zu verlieren.

Der CAS Digitales Bauen – Transformation & Wertschöpfung in Organisationen richtet sich deshalb an Führungskräfte, Projektleitende sowie BIM- und Digitalisierungsverantwortliche in Planungsbüros, Bauunternehmen und Bauherrschaften. Er unterstützt Sie dabei, die richtigen Stellschrauben zu identifizieren, um über alle Projekte hinweg eine höhere Wertschöpfung zu erzielen.

Der CAS startet am 27. April 2026. Sichern Sie sich Ihren Studienplatz am FHNW Campus in Brugg-Windisch.

Virtual Design and Construction (VDC) als Schlüssel zum Erfolg

Grundlage und Ausgangspunkt für Verbesserungen ist das VDC-Framework, das den Projekterfolg stets als Resultat eines optimalen Zusammenspiels von technischer Lösung, geeigneten Prozessen und der passenden Organisationsform versteht.

Aus technischer Perspektive ist ein solides Informationsmanagement zentral. Mit akkuraten und aktuellen Daten sind Sie in der Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen. Sie bilden die Basis, auf der Sie und Ihre Kolleg*innen arbeiten können. Ebenso wichtig ist die Organisationsform: Ein Modell, das Entscheidungskompetenzen ausschliesslich beim Patron verortet, ist kaum tauglich für moderne Informationstechnologien, die schnelle Entscheidungen im Projektteam ermöglichen.

Genauso entscheidend sind die Prozesse, die Entscheidungen herbeiführen sowie das Informationsfundament erstellen und weiterentwickeln. Überdenken Sie isolierte, rein serielle Prozesse und ziehen Sie agile Prinzipien für neue Workflows in Betracht. Und vergessen Sie dabei den wichtigsten Faktor nicht – den Menschen, der sich in einer veränderten Arbeitsumgebung zurechtfinden muss, um ambitionierte Projektziele zu erreichen. Findet ein Changeprozess abseits der Mitarbeitenden statt, ist die Transformation zum Scheitern verurteilt.

Hands-on oder von der Theorie in die Praxis

Ein solider theoretischer Rahmen ist notwendig, doch entscheidend ist der Transfer in die Praxis. Ziel des CAS ist es, dass Sie in der Lage sind, Transformationsprozesse strukturiert aufzusetzen, VDC strategisch zu implementieren und Changeprozesse im eigenen Unternehmen wirksam zu führen.

Aus diesem Grund erarbeiten Sie die Inhalte anhand konkreter Beispiele. Die Module sind geprägt von kleineren Übungen und Gruppenarbeiten sowie von Reflexion und gemeinsamem Austausch über gewonnene Erkenntnisse. Zusätzlich vertiefen und trainieren Sie in Werkstätten spezifische Themen, etwa zur «visuellen Komplexitätsreduktion» oder zu «KI im Bauwesen».

Noch Fragen?
Lernen Sie das Team kennen und informieren Sie sich am Info-Abend vom 17. März.