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Stadtklima – Hitzeminderung in der Stadt und Agglomeration

Die zunehmende Hitze in den Städten wird zu einem Problem. Mit der Verabschiedung von Massnahmeplänen zur Hitzeminderung haben einigen Städte und Kantone bereits Planungsgrundlagen erarbeitet. Allerdings fehlt es an Fachkräften, die die Massnahmen unterstützen können.

 

Text: SIA

Im vergangenen August meldete die Stadt Genf den schweizweiten Temperaturrekord von 39,3 °C. Es war die höchste Temperatur, die je in einem August auf der Alpennordseite und im Wallis gemessen wurde. In Zürich-Kloten wurde mit 36,5 Grad Celsius im Juli 2023 nie ein höheres Tagesmaximum seit Messbeginn in diesem Monat gemessen. Gemäss dem Klimabulletin von Meteo Schweiz lagen die Sommertemperaturen der Jahre 2003, 2015, 2017 bis 2021 im Durchschnitt mehr als 2 °C höher als diejenigen der Sommer zwischen 1981 und 2010. Es wird also wärmer und das insbesondere in den Städten. Denn dichtbebaute und versiegelte Flächen heizen sich stärker auf als natürliche – es entstehen sogenannte Wärmeinseln. Die zunehmende Hitze in den Städten ist zu einer Herausforderung geworden. Was einst als heisser Sommertag begrüsst worden ist, entwickelt sich nun zu einem komplexen und weitreichenden Problem, das die Lebensqualität und die Gesundheit der Stadtbewohner –egal ob zwei- oder vierbeinig– negativ beeinflusst.

Mit verschiedenen Massnahmen gegen den Hitzeinseleffekt

Die Massnahmen gegen diesen Hitzeinseleffekt sind eigentlich bekannt und bewegen sich auf Stufe des Gebäudes, dem Quartier und der Stadt. Es sind grüne Massnahmen mit Pflanzen, blaue in Zusammenhang mit der Siedlungsentwässerung und graue Massnahmen im Hoch- und Tiefbau auf allen Ebenen. Allerdings fehlen in der Privatwirtschaft und in der Verwaltung Fachkräfte, die in der Definition, Kombination und Umsetzung von diesen Massnahmen sachgerecht unterstützen können – Fachleute mit Knowhow und einem vertieften Fachwissen in diesem Bereich sind also sehr gefragt. Genau diese Kompetenzen vermittelt das neue CAS der HSLU «Stadtklima – Hitzeminderung in der Stadt und Agglomeration».

Grundlagen zu Handlungsoptionen und Analyseinstrumente

Die Weiterbildung ist angelehnt an die Publikationen «Hitze in Städten» und «Regenwasser im Siedlungsraum» des Bundesamt für Umwelt (BAFU). Zudem begleiten die Autoren Cordula Weber und Daniel Keller von der StadtLandschaft GmbH die Teilnehmenden als Dozenten. Der Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) bringt sich mit dem Konzept Schwammstadt ein. Die HSLU hat das CAS zusammen mit SIA inForm, der Stadt und dem Kanton Zürich, dem Kanton Basel-Stadt, der Stadt Luzern sowie dem VSA entwickelt. Das BAFU ist wichtiger Partner.

Das CAS «Stadtklima – Hitzeminderung in der Stadt und Agglomeration» startet am 26. Februar 2024, SIA-Mitglieder erhalten 15% Rabatt. Weitere Informationen und Anmeldung:

https://www.hslu.ch/de-ch/technik-architektur/weiterbildung/bau/cas-stadtklima/