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Neue Professorin für Zirkuläres Bauen am Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der FHNW

Publiziert 07. Dezember 2021

Die Kreislaufwirtschaft ist ein wichtiger Schlüssel für umwelt- und ressourcenschonendes Bauen. Das Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW verstärkt sich deshalb in diesem Bereich mit einer hochqualifizierten und spezialisierten Professorin für Zirkuläres Bauen.

Das Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW engagiert sich in den Bereichen Forschung, Aus- und Weiterbildung sowie Dienstleistungen aktiv in den Themenbereichen energieeffizientes und klimaneutrales Bauen, integrale Gebäudetechnik, nachhaltiges Bauen und Betreiben, ressourceneffizientes und zirkuläres Bauen sowie gesundheitliche Aspekte in Gebäuden. Eines der grundlegenden Anliegen dieser Strategie ist es, das Bauen in der Kreislaufwirtschaft zu stärken. Sowohl im Bereich der Aus- und Weiterbildung wie auch in der Forschung leistet das Institut einen wichtigen Beitrag dazu, dass in der Schweizer Baupraxis vermehrt energie- und ressourceneffiziente sowie nachhaltige Bauweisen realisiert werden. Die Expertise der an der FHNW tätigen Forscherinnen und Forscher wird sowohl national und international als auch innerhalb der FHNW nachgefragt.

Stöbern Sie in unserem Dossier «Kreislaufwirtschaft».

Um dieses hochqualifizierte Team zu verstärken, ist es dem Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau gelungen, Andrea Klinge von ZRS Architekten Ingenieure Berlin als Professorin für Zirkuläres Bauen zu gewinnen.

Andrea Klinge studierte Architektur an der technischen Universität Berlin und spezialisierte sich an der London Metropolitan University im Bereich des nachhaltigen Bauens. Sie arbeitete in verschiedenen Architekturbüros in London, Rom und Berlin, und ist seit 2013 bei ZRS Architekten tätig, wo sie die Forschungsabteilung etablierte. Ihre Forschungsschwerpunkte sind ein ganzheitlicher Ansatz des Bauens und beinhalten das kreislaufgerechte, LowTech Bauen sowie den Einsatz natürlicher Baustoffe (Lehm, Holz, Naturfasern) zur Verbesserung der Innenraumqualität in Gebäuden.

Durch ihren Hintergrund als Tischlerin arbeitet Andrea Klinge immer wieder praktisch, um Forschungsergebnisse in die direkte Anwendung zu bringen. Sie hat dazu mehrere Projekte mit Holz, Lehm und Bambus mit Studierenden verschiedener Universitäten aber auch Kollegen international umgesetzt.

An der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW möchte Andrea Klinge einiges bewirken und bewegen: «Was ich mit der Professur verbinde und angehen möchte, sind die aktuellen Herausforderungen im Bausektor. Dieser ist einer der ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren weltweit und trägt massgeblich zum Klimawandel bei. Um die Pariser Klimaziele einzuhalten, bedarf es dringend konsequenter Ansätze, die die notwendige Bauwende im Bausektor umsetzen.»

Seit September 2021 ist Andrea Klinge Mitglied im Fachbeirat Lebenszyklus und zirkuläres Bauen der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen. Seit Oktober 2021 leitet sie zudem zusammen mit Eike Roswag-Klinge die AG DIN Circular Economy Normungsroadmap, Arbeitsgruppe Bauwerke und Kommunen.

Prof. Barbara Sintzel, Leiterin Institut Nachhaltigkeit und Energie am Bau freut sich auf die Zusammenarbeit mit Andrea Klinge: «Andrea Klinge steht für die Bauwende. Sie bringt die Begeisterung und Vielseitigkeit mit, die dieses Thema braucht. Sie verfügt über Fachexpertise, um der Anwendung von ReUse Bauteilen und erneuerbaren Baustoffen in der Praxis mit angewandter Forschung zum Durchbruch zu verhelfen und damit die Bauwende möglich zu machen. Wir freuen uns auf ihre tatkräftige Unterstützung in Forschung und Lehre.» (Text: FHNW)